Ab 18 Jahren: Erheiterung für
Menschen ohne Berührungsängste.

In seinem Kolumnen- und Geschichtenband kennt der Zürcher
Michi Rüegg kaum ein Tabu.

Was macht man, wenn Tina Turner zur Stalkerin wird? Und wie verhält sich ein katholischer Priester, wenn ihm ein Zehnjähriger nachstellt? Fragen, auf die Michi Rüegg in seinem Buch Ab 18 Jahren“ Antworten weiss. Der Zürcher Bühnenautor und langjährige Kolumnist der Gay-Magazine aK und Cruiser schreibt über Sorgen und Nöte in einer leicht homosexualisierten Gesellschaft, und zwar so, dass auch Heteros sich wiedererkennen. Es geht um Sex, aber bei weitem nicht nur. In 39 kurzweiligen Texten befasst sich Rüegg mit Schwächen – seinen eigenen genauso wie denjenigen seiner Mitmenschen. Mal ironisch, mal sarkastisch und da und dort mit knallhartem Zynismus.

So erfährt man, weshalb der Autor Schuld an einem grausamen Massaker war, wie man Kirchtürme für autoerotische Spiele verwendet und dass man auch dann nicht gestorben ist, wenn andere das steif und fest von einem behaupten. Momente wie die elterliche Schnitzelbank an der Provinzhochzeit und der Versuch, trotz Erektion eine Toilette zu benützen, wecken beim Lesen die eine oder andere Erinnerung. Exklusiv: In einem Gespräch mit Gott gibt dieser zu, dass ihm in der Schöpfung auch Fehler unterlaufen sind – Beispiel: der Nacktmull. Und er bietet freundlicherweise an, das Universum zu zerstören.

Ab 18 Jahren: Kolumnen, polysexuelle Weisheiten und zehn Jahre Langweile in Textform.  140 Seiten, ISBN 978-3-8370-4416-4

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